Häufige Fragen
Lässt sich ein Alu-Dichtring wiederverwenden, wenn er noch unversehrt aussieht? +
Nicht sinnvoll. Der Ring dichtet über plastische Verformung beim ersten Anziehen. Danach ist das Material kaltverfestigt und gibt beim zweiten Mal nicht mehr nach, die Dichtwirkung hängt dann nur noch vom Zufall ab.
Warum gibt es mehrere Stärken bei gleichem Innendurchmesser? +
Weil Einbauraum und erforderliche Verformung sich unterscheiden. An einer Hohlschraube mit knappem Auflagerand sitzt eine 1-mm-Scheibe, wo an anderer Stelle bei gleichem Gewindemaß 1,5 mm nötig sind, um den Spalt zu überbrücken. Deshalb liegen etwa 8 x 14 und 10 x 14 jeweils in zwei Stärken bei.
Was tun, wenn ein Ring nach dem Anziehen leicht weint? +
Ring tauschen statt nachziehen. Nachziehen quetscht das Aluminium weiter aus, ohne den Dichtspalt wieder zu schließen, und verzieht im schlimmsten Fall die Auflagefläche der Verschraubung.
Spielt die Oberfläche der Dichtfläche eine Rolle? +
Ja, mehr als bei Kupferringen. Aluminium ist weicher und gleicht Rauheit gut aus, verzeiht aber keine Riefen quer zur Dichtfläche. Vor dem Einbau die Auflage sichten und gegebenenfalls planziehen.
Wie finde ich die passende Größe, wenn der alte Ring verformt ist? +
Über das Gewinde oder den Schaft der Verschraubung messen, nicht über den ausgebauten Ring. Der Innendurchmesser muss zum Schaft passen, der Außendurchmesser darf die Auflagefläche nicht überragen.
